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Archive for the ‘02 Australia’ Category

+++ Zuerst einmal ein herzliches Dankeschoen an alle, die an uns denken und dachten und dies durch regen Mail-, Telefon-, Brief – und Blogkommentarverkehr zum Ausdruck bringen und brachten!!! DANKE +++

Wir reiten wieder los – selbstverstaendlich auf unseren Raedern. Mit uns auf der Reise sind Trauzeuge Nico aus der Provinzmetropole und meiner Heimatstadt Zwickau und Eva, wie dem eifrigen Leser bereits bekannt, aus dem beschaulichen Luzern (fuer alle Nicht-Schweizer: suedlicher Vorort von Zuerich ;0)) ….

Die Hochzeitszeremonie und anschliessende Feierlichkeit ist halbverdaut, zwei Wochen Pause in Melbourne haben garstigen Muskelschwund betrieben – und so schleichen wir bei schweisstreibenden 40 Grad den Bergen entgegen – mit dem grossen Ziel CANBERRA im Kopf…. Nur liegen zwischen uns und dem Zentrum der Macht einige hundert Kilometer und vor allem kurviges Auf und Ab, dass einem schwindelig zu werden droht….. Zu den Steigungen der Suedlichen Alpen gesellen sich noch Fahrbahnbelaege, die jeder Beschreibung spotten und Nico und mir letztmalig auf unserer Fahrt durch die Wueste Gobi begegneten….

Die Fahrten durch die trockenen Hochwaelder gleichen einem olfaktorischen Feuerwerk – wuerzig-harzige Luft, diesmal erstaunlicher Weise kaum durch stoerende Begleitgerueche endlos schlafender Tiere unterbrochen, umweht unsere Nasen und befluegelt die Sinne…. Jaja!

Geschlafen wird nachts und im Zelt – im Irgendwo am Wegesrand und vor allem an moeglichst nicht trockenen Fluessen und Seen…. Durchaus keine Selbstverstaendlichkeit!

Grosse Siedlungen, kleine Siedlungen, Nationalparks und einzelne Haushalte – alle sind darauf eingestellt, dass man auch mal seine Notdurft verrichten muss – man kann sich nur wundern, wer diese Orte in einem so bemerkenswert sauberen Zustand haelt. Oft kommt man an kostenlos nutzbaren Camp- und Picknickarealen vorbei, welche fuer den erschoepften Reisenden eine saubere Toilette, fliessendes, wenn auch nicht immer trinkbares Wasser, Picknickbaenke und Grillstellen bereithaelt. Feuerholz findet man in Huelle und Fuelle….. Da haben die Goglfritzen unter uns ihren Spass!

Das man sich bestaendig der Hauptstadt eines ganzen Kontinents annaehert, wird auch am letzten Tag vor Canberra nicht spuerbar – bis 50km vor dem Stadtzentrum rumpeln wir auf geschotterten Wegen dahin, und auch auf den allerletzten, einstelligen Kilometern erinnert die Szenerie eher an einen riesigen Stadtpark……

Naeheres aus der Hauptstadt demnaechst hier in Ihrem freundlichen Reiseblog! Und nun zu den Fotos: Sehen sie hier eine kleine Auswahl an Schnappschuessen aus verschiedenen Kameras und den unterschiedlichsten Blickwinkeln:

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Wir haben es gewagt und gehen fortan ganz offiziell gemeinsam durch das Leben!

A byla svatba…

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Jiz tomu bude par dlouhych dni od posledniho prispevku, ale neni to kvuli tomu, ze jsme na vas zanevreli, byli ustknuti jedovatym hadem, kousnuti jedovatym pavoukem, popaleni jedovatou meduzou, poplivani jedovatou zabou, postipani skakajicim jedovatym mravencem, snedeni krokodylem popr. zralokem, ani nas silne morske proudy neodnesli doprostred oceanu. To jsme s se pouze prizpusobili australske nature – samy relax, kafco, pokec, kafco, relax, kafco, pokec, pivko, pivko a prace minimum.

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Tasmanien

Der Tasmanische Teufel ist eigentlich das Erste und Einzige was einem in den Sinn kommt, wenn man, wenn ueberhaupt, an die Insel suedlich von Melbourne denkt. Wenig genug, um sich ohne grosse Erwartungen, aber mit reichlich Interesse auf die 9-stuendige Faehrfahrt vom Festland nach Devenport zu begeben…. Fuer die kommende Zeit mit an Bord ist Eva, unsere gemeinsame Freundin aus Luzern.

Nach den recht ernuechternden und teilweise anstrengenden Monaten in Neuseeland, lassen wir es auf Tassie (liebevolle Verniedlichungsformen fuer Laender, Landesteile und Staedtenamen scheinen hier sehr beliebt zu sein) sehr ruhig angehen und passen uns damit hervorragend der entspannten Lebenseinstellung vieler Tasmanier an… Radeln, wohin der Wind einen blaest (am Besten Richtung Strand), wenn die Berge zu anstrengend werden, einfach mal mit dem Postbus mitfahren, um somit in den Genuss von 3-stuendigem Klatsch und Tratsch zu kommen und die abgelegensten Farmen und Pubs besuchen zu koennen…..

Ueberaschend ist das Wetter – zu 90 Prozent super – das heisst fuer uns: Sonnenschein, Sommerhitze und ja kein Regen!!! Auch wenn das die Einheimischen ein bisschen anders sehen…. Ueberhaupt die Einheimischen! Entspannt sehen sie dem erwachenden Tag entgegen, zurueckgelehnt im Schaukelstuhl auf der Veranda ueber einer dampfenden Tasse Kaffee…. Fremde, wie wir, werden mit einer unglaublichen Selbsverstaendlichkeit und Herzlichkeit empfangen, immer offen fuer ein kleines Schwaetzchen – herzerwaermend! So schlagen wir des oefteren unsere Zelte in Gaerten oder auf Weiden auf, geniessen das uns angebotene erfrischende Feierabendbier oder den waermenden Morgenkaffee…. Teilweise grenzt das schon an Wegelagerei: Kaum laesst man sich, erschoepft von der sengenden Hitze und einer langen Fahrt, fuer eine Pause im Seitengraben nieder, schon taucht hinter der naechsten Hecke ein Tasmanier auf, entfuehrt einen in seinen liebevoll gepflegten Garten unter schattenspendende Baeume, bringt literweise frisches Wasser vorbei, bietet frisches Obst und Gemuese an – und selbstversteandlich muss man auch den wohltemperierten Pool ausprobieren – bevor man dann mit vollgestopften Packtaschen zum waermstens empfohlenen Tagesziel weiterradeln darf….

Und feiern koennen sie auch noch. Davon durften wir uns gleich am ersten Tag unseres Aufenthaltes in Latrobe beim “Australia Day” (Nationalfeiertag) ueberzeugen. Besonders beliebt waren: Holzhacken (ganz ganz schnell einen Baumstamm kaputtschlagen), Gummistiefelweitwurf (einen GS moeglichst elegant, moeglichst weit werfen, ohne staendig die Zuschauer zu treffen), Eierweitwurf (einer wirft, einer kriegts ab (roh)), Ferretrace (kleine Marder/Wiesel/Frettchen durch dunkle Roehren scheuchen und warten, welches wieder auftaucht (bestens besucht!!!)) und das Tollste: bei knapp unter 40 Grad in der Mittagshitze fuer drei Dollar (2 Euro) Bier trinken (hatte die meisten Teilnehmer) …. ein herrlicher und unvergesslicher Tag!

Die Tierwelt spielt verrueckt – besonders nachts steppt der Baer – oder besser das Wallaby. Fuer halbwache Naechte sorgen vor allem die Possums, welche immerwieder versuchen in unser Vorzelt einzudringen, um an unser (vermeindlich gut verpacktes) Essen heranzukommen, oder sie jagen sich gegenseitig durch die Nacht und stuerzen sich dabei todesmutig aus hohem Geaest auf unser Zelt und hinterlassen dabei unliebsame, weil undichte Spuren…….

Die Wallabies / Kaenguruhs (wie auch immer man die nun auseinander haelt), welche es in ihrer aktiven Phase (Daemmerung) tatsaechlich geschafft haben, von einem der wenigen Autos ueberfahren zu werden, fallen tagsueber vor allem aufgrund ihres mehr oder weniger gut erhaltenen Koerpers und ganz besonders durch ihren unvergleichlichen Geruch auf. Alle anderen springen des naechtens ums Zelt, mampfen ausgerechnet neben meinem linken Ohr ihr Gras, waehrend zur gleichen Zeit alles Unverdauliche durch den Hinterausgang hoerbar wieder an die frische Luft gelangt… Wie niedlich!!!

Die Teufel sterben aus. Sie sind von einer Art Krebs befallen, die bei Kaempfen (und diese possierlichen Aasfresser streiten sich andauernd ueber noch so ausreichend Futter) von einem Teufelchen aufs Andere uebertragen wird….

Spinnen gibts natuerlich auch – aber wer mich kennt, weiss, dass ich da lieber Zuzka vorschicke (frueher uebernahm diesen Part meine kleine Schwester Jana) und selbst einen moeglichst grossen Bogen darum mache…. Von Schlangen hoert man meist nur aus den Erzaehlungen der Einheimischen oder sieht vereinzelt ein paar mehr oder weniger gut erhaltene Exemplare am Strassenrand liegen… vielleicht gibt es dazu spaeter mehr zu berichten.

Der Wanderpokal “Zuzkas und Jens’ Lieblingsvogel” geht vom Neuseelaendischen “Tui” an den Australischen “Lachenden Hans”, dessen anmutige Stimme uns immer wieder zum Schmunzeln bringt….

Landschaft? Ja, gibt es auch. Vielleicht nicht so “aufregend” wie in Neuseeland, aber dafuer hat man sie ueberhaupt sehen und geniessen koennen. Und das Beste ueberhaupt: Fast keine Campervans, die sich immer ins Bild draengeln!

Wir haben zu dritt die Ostkueste bis zur Wineglass Bay beradelt und dabei menschenleere, windige aber absolut schoene Straende und das dazugehoerige tuerkisfarbene Meer genossen. Danach sind Zuzka und meine Wenigkeit ins Highland, das Great Lake Plateau, geradelt, um uns ein paar Tage in dessen Einsamkeit zu verlieren, waehrend Eva auf den Spuren der europaeischen Erstankoemmlinge zum Strafgefangenenlager nach Port Arthur wandelte…. Nun sind wir gemeinsam zurueck in Melbourne und harren der Dinge, die da kommen moegen……

Ich bedanke mich fuer das aufmerksame Lesen dieses Berichtes und freue mich immernoch ueber Kommentare, Mails etc – und falls sich jemand bemuesigt oder gar von innerem Drang erfuellt fuehlen sollte, fuer unsere englischsprachigen Freunde eine Art Zusammenfassung schreiben zu wollen – der melde sich bitte bei uns!!! Besten Dank!

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Melbourne

Guten Tach, meine Lieben!

Nach ein paar erholsamen Wochen in Tasmanien, sind wir wieder zurueck im quirligen Melbourne. Unermuedlich sind wir hier mit dem Rad oder per pedes unterwegs, um die grossartige Vielfalt dieser Metropole zu geniessen und dabei, uns ueber beide Ohren in diese Stadt zu verlieben!!!! Leider ist sie viel zu weit weg von der Heimat….

Es wird gemunkelt, dass man hier 4 Jahreszeiten an einem Tag erleben kann… Und da ist was Wahres dran. Temperaturschwankungen von bis zu 30 Grad an einem Tag (und in der Nacht), Gluthitze und sintflutartiger Regen koennen sich durchaus innerhalb von 24h die Klinke in die Hand geben… Nachts wird es sogar dunkel….

Vielfaeltiges studentisches Leben, europaeische Kaffehauskultur, ein friedliches Miteinander aller nur vorstellbaren Kulturkreise und deren Eigenheiten, kleine viktorianische Haeuschen und glitzernde Wolkenkratzer bilden einen bisweilen bizarren, immerwieder ueberraschenden Mix, der eine Stadt erst richtig lebens- und liebenswert macht. Fuer jeden ist etwas dabei – Sportenthusiasten und Ruhesuchende kommen in den weitlaeufigen Parks auf ihre Kosten, die Kulturliebhaber haben mit Theatern, Clubs, Oper, Museen etc. etwas fuer jeden Geschmack – wer es lieber friedlich, ruhig und gepflegt mag – dem seien die amerikanisch anmutenden Vororte empfohlen und fuer die Ameisen unter uns – Melbourne City bietet reiche Karrierechancen… Und selbstverstaendlich kann man auch hier Kaufen, Kaufen, Kaufen!!!

Wir haben unsere Zelte bei John aufgeschlagen… einem Orff-Musiklehrer und Mitglied von WARMSHOWERS.ORG, einem Tourenradler-Netzwerk im Internet. Er versorgt uns mit Insider-Tipps zu den besten Routen innerhalb und ausserhalb der Stadt und ist auch sonst ruehrend um unser Wohlergehen besorgt, waehrend wir uns um den Garten und das taegliche Abendessen bemuehen….

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